& Martina Ehmoser!

... und eine langjährige Freundschaft!

 

Das Weingut liegt in der Gemeinde Tiefenthal-Großweikersdorf im niederösterreichischen Weinbaugebiet Wagram und wird bereits in dritter Generation von Josef Ehmoser und seiner Frau Martina geführt. Die Weingärten umfassen 17 Hektar Rebfläche in den Großweikersdorfer Rieden Georgenberg, Hohenberg (beide tiefgründiger Löss) und Steinberg (mit Sand durchsetzter Löss). Sie sind zu 80% mit den Weißweinsorten Grüner Veltliner, Weißburgunder und Riesling, sowie zu 20% mit den Rotweinsorten Zweigelt und St. Laurent bestockt. Großer Wert wird auf naturnahen, umweltschonenden Weinbau gelegt, dabei erfolgt die gesamte Produktion nach den zertifizierten Regeln von Nachhaltig Austria. Auch das Flaschenetikett verdeutlicht die hohe Wertschätzung des Weinguts für die Naturelemente Sonne und Wasser sowie der Rebstöcke.

Der Ausbau der Weine orientiert sich an den Zielsetzungen Sortentypizität und „Entschleunigung“ mit genügend Zeit für die Entwicklung. Die Weißweine werden im Edelstahltank und im großen Holzfass vergoren und länger auf der Feinhefe gelagert. Auch das Betonei kommt zum Einsatz. Mit dem Jahrgang 2019 ist das Weingut Mitglied der Traditionsweingüter Österreich.

Den WeinGerg und die Ehmoser´s verbindet eine lange Freundschaft.

In den ersten Jahren unseres Weinladens in den 90er Jahren mussten wir uns durch moderat gute Weine vom Grünen Veltliner probieren, und die GV´s aus der Wachau waren uns oft zu wenig frisch.

Eines Tages brachte uns ein guter Bekannter eine Flasche mit einem seltsam modern gestalteten Etikett mit. Den müsst ihr unbedingt probieren, sagte er.

Es war einer der ersten Jahrgänge von Josef´s Grünem Veltliner, und wir waren sofort begeistert von der Frische des Weines mit dem typischen Pfefferl. Es hat uns auch sehr gefallen, dass die Frucht präzise zu schmecken war, aber nicht dominant wirkte.

Jedenfalls haben wir Kontakt aufgenommen und eine wunderbare Freundschaft und Partnerschaft hatte ihren Anfang. Wir lernten sämtliche Weine schätzen und konnten so Josef´s Weiterentwicklung zu einem der herausragenden Winzer des Wagram´s direkt mit verfolgen. Auch unsere Kunden haben von Anfang an unsere Begeisterung für die Weine geteilt, so dass wir erfreulicherweise auch großen Erfolg damit hatten. Dieses Jahr blicken wir auf eine 25-jährige Zusammenarbeit mit Josef und Martina zurück ... ein Grund zu feiern:

Und wieso nicht direkt bei einer weiteren Tradition?: ein fester Bestandteil des Frühlings war bisher immer die Präsentation des neuen Jahrgangs, auf die viele Kunden schon gewartet haben... und so wird es auch dieses Jahr wieder sein. 

Martina & Josef Ehmoser im Interview

Was ist eurer Meinung nach charakteristisch für den Jahrgang 2022?

Hierzu benötigt es einen kleinen Einblick zur Wetterlage 2022: zur Austriebszeit sowie der gesamte Frühling war durch Trockenheit geprägt, um Pfingsten gab es dann reichlich Niederschlag, im Sommer war es wieder sehr trocken aber nicht zu heiß, Ende August kam wieder reichlich Niederschlag, bis Mitte September war das Wetter durch viel Regen geprägt, es folgte ein wunderschöner Oktober; aufgrund dieser Hoch und Tiefs haben die 2022er Weine eine wunderschön ausbalancierte Säure, die Weine sind nicht überreif, sondern haben eine lebendige Frische und Spannung – so wie wir unsere Weine gerne haben, egal ob GV, Riesling oder auch St. Laurent.

Wie würdet ihr eure Weine in 3 Sätzen beschreiben, was macht eure Weine aus?

Unsere Weine sind geradlinig, präzise, ungeschminkt und authentisch. Sie sind nicht vordergründig und laut, nicht exotisch fruchtig. Sie sind traubig und sie zeigen ihre Herkunft. Sie wiederspiegeln den Lössboden auf dem sie gewachsen sind. Sie sind entstanden durch viel Handarbeit. Unsere Weine sind wie wir.

Was bedeutet für euch nachhaltiger Weinbau und wieso habt ihr euch dafür entschieden?

Weil Nachhaltigkeit einen großen Bogen spannt und einen breiten Bereich umfasst und sich nicht nur auf die Arbeit im Weingarten bezieht. Es wird der Umgang mit Energie, Wasser und unseren Ressourcen genauso beleuchtet wie der Umgang und die gerechte Entlohnung von Mitarbeitern. Oder ob man die Wertschöpfung in der Umgebung lässt und mit Firmen in der Nähe zusammenarbeitet. Wir gehen aber auch den nächsten Schritt und befinden uns derzeit in der Umstellung auf biologischen Weinbau.

Was unterscheidet Wagramer Weine von den Weinen der Nachbarregionen? 

Die Wagramer Weine sind ganz klar vom Lössboden geprägt. Der Löss ist vorherrschend am Wagram und hat einen hohen Kalkanteil. Durch den Löss werden die Weine generell cremiger, fülliger. Die Weine haben Schmelz und viel Körper. Dadurch hat man bereits bei den Gebietsweinen, wie unserem GV Wagram Terrassen und Rosé, viel Wein im Glas.

Warum werden eure Weine teils im Betonei ausgebaut?

Der große Vorteil des Beton-Ei ist seine Form. Durch die Eiform ist der Wein ständig leicht in Bewegung und dadurch ist auch die Hefe immer leicht in Schwebe. Das Beton-Ei ist offenporig und es findet eine leichte Mikrooxidation statt, der Wein ist nicht „eingesperrt“. Der Wein geht in eine mineralische, geradlinige Richtung.

Welche internationale Rebsorte würdet ihr ausbauen, wenn es die klimatischen Bedingungen im Wagram zulassen würden?

Das hatten wir schon – eine Jugendsünde. Vor vielen Jahren hatten wir Cabernet Sauvignon und Merlot gepflanzt. Damals dachten wir, das muss sein und das brauchen wir. Einige Jahre später haben wir sie wieder gerodet und Grünen Veltliner gepflanzt. Auch wenn es die klimatischen Bedingungen zulassen, würden wir keine internationalen Rebsorten auspflanzen sondern nur Sorten die am Wagram heimisch sind wie Grüner Veltliner, Riesling oder Weißburgunder. Sie gedeihen hier bestens und liefern uns Trauben für beste Weine. Herkunft und regionale Sorten liegen uns am Herzen und werden zukünftig eine immer größere Rolle spielen. Viel lieber trinken wir die Weine von unseren internationalen Kollegen.

In wie fern merkt auch ihr die Inflation, die Knappheit an Ressourcen und Verpackungsmaterial? 

Für uns ist es gerade die extremste Zeit und Situation seit wir Wein machen: Flaschen müssen 1 Jahr vorreserviert werden ohne Auskunft über den Preis, Preissteigerung bei den Weinkartons von 90 %, ein 1500 L Holzfass ist plötzlich um 65 % teurer. Die Preise sind explodiert und man hat keine Sicherheiten, für die Lieferung all der gebrauchten Materialien. 

Mit Jahrgang ´22 sind eure Weine biozertifiziert: was hat sich in der Vinifizierung und Bewirtschaftung der Weingärten zu den Jahrgängen zuvor verändert/verbessert, wenn das überhaupt noch möglich war? 

In der Vinifizierung hat sich nichts geändert; bei der Bewirtschaftung der Weingärten arbeiten wir nur noch mit Kontaktmitteln beim Pflanzenschutz die nicht in die Pflanze eindringen und schonend sind; der Anteil der Handarbeit im Weingarten ist stark gestiegen und wir investieren sehr viel in genaue und präzise Handarbeit bei der Laubarbeit; vollflächige Begrünung im Weingarten und Einsaat von Mischungen mit diversen Kleearten, Leindotter, Kümmel, Kamille, Spitzwegerich, Kornblume, ... 
auf uns wirken unsere Weingärten vitaler und können mit Stresssituationen wie Trockenheit, extreme Nässe besser umgehen und besser verkraften. 

Wie geht’s euch selbst mit der Zertifizierung? 

Gut, Josef wird sich aber keinen Rauschebart und lange Haare wachsen lassen ;) grundsätzlich war es ein großer und wichtiger Schritt für uns.

Was sind EURE 3 Lieblinge aus eurem Sortiment und wieso? 

Unsere 3 Lieblingsweine aus dem eigenen Sortiment sind Ried Hohenberg Grüner Veltliner 1ÖTW Erste Lage, Weisser Burgunder und Rosé. Der Hohenberg, eine Erste Lage der Traditionsweingüter, besticht durch seine Mineralik und kühle Finesse, leicht rauchige und dunkle Anklänge. Ein Veltliner mit Persönlichkeit. Der Weisse Burgunder aus dem traditionellen großen Holzfass reift den nächsten Sommer über auf der Hefe und zeigt sich mit viel Schmelz und Kraft. Unser Rosé ist ein seriöser Rosé, kein Fun-Wein. Pur und klar, rote Früchte und angenehm erfrischend – vermittelt pure Lebensfreude.  

... und diese 3 Lieblinge werden im folgenden Video nochmal von Josef verkostet und aus seiner Sicht beschrieben. Also schaltet rein:

Weißweine/Rosé

Josef Ehmoser - Grüner Veltliner "Ried Georgenberg" Qualitätswein 2020
Kellerei Ehmoser Josef, Großweikersdorf
Weintyp Weißwein
Region Wagram
Rebsorte 100 % Grüner Veltliner
Alkohol 13,5 %
Restzucker   2,5 g/l
Säure 5,2 g/l
28,00 EUR
37,33 EUR pro Liter
Josef Ehmoser - Grüner Veltliner "Ried Georgenberg" Qualitätswein 2017   0,375l
Kellerei Ehmoser Josef, Großweikersdorf
Weintyp Weißwein
Region Wagram
Rebsorte 100 % Grüner Veltliner
Alkohol 13,5 %
Restzucker   3,7 g/l
Säure 5,7 g/l
15,00 EUR
40,00 EUR pro Liter
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Rotweine

Josef Ehmoser - St. Laurent Qualitätswein  2018  - 1,5l Magnum
Kellerei Ehmoser Josef, Großweikersdorf
Weintyp Rotwein
Region Wagram
Rebsorte 100 % St. Laurent
Alkohol 13,0 %
Restzucker   1,0 g/l
Säure 4,3 g/l
38,00 EUR
25,33 EUR pro Liter
Josef Ehmoser - St. Laurent Reserve Qu.w. 2016 - 5,0l Jeroboam
Kellerei Ehmoser Josef, Großweikersdorf
Weintyp Rotwein
Region Wagram (Donauland)
Rebsorte 100 % St. Laurent
Alkohol 13,0 %
Restzucker   1,5 g/l
Säure 5,0 g/l
154,00 EUR
30,80 EUR pro Liter
Josef Ehmoser - St. Laurent Qu.w. 2018 - 3,0l Doppelmagnum
Kellerei Ehmoser Josef, Großweikersdorf
Weintyp Rotwein
Region Wagram (Donauland)
Rebsorte 100 % St. Laurent
Alkohol 13,0 %
Restzucker   1,0 g/l
Säure 4,3 g/l
109,00 EUR
36,33 EUR pro Liter
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Süßweine

Josef Ehmoser - Spätlese Gelber Muskateller Prädikatswein 2020 -nachhaltig-
Kellerei Josef Ehmoser, Grossweikersdorf
Weintyp Süßwein
Region Wagram
Rebsorte 100 % Gelber Muskateller
Alkohol 8,5 %
Restzucker   75 g/l
Säure 6,9 g/l
15,00 EUR
40,00 EUR pro Liter
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